"Die Melodie eines historischen Gebäudes zu erfassen, ist die Voraussetzung um Methoden entwickeln zu können, die es erlauben an einem Bestandsbau weiter zu planen. Gebäudeteile, die heute errichtet werden sollen in Zukunft als erhaltenswerter Bestandteil eines Bauwerks verstanden werden."
Markus P. Swittalek
Mit diesem Architektur- und Denkmalverständnis plant und baut Markus Swittalek im historischen Kontext. Er ist aber auch gutachterlich in Denkmalrechtsfragen tätigt, begleitet und moderiert Bauverfahren im Denkmalschutz. Darüber hinaus forscht und lehrt er auf diesem Gebiet. Aktuell zum Thema: "Das Gründerzeithaus – in seiner Substanz erhalten. Für die Zukunft rüsten."
Denkmale sollen lebendig gehalten werden – also nicht nur erhalten und restauriert werden, sondern oft auch im Einklang mit dem Denkmalschutz verändert werden, um aktuellen Anforderungen gerecht zu werden und in ihrer vorgesehenen Nutzung zu bleiben.
Bauen in kleinem Maßstab
Einbauten in Innenräume können so gestaltet werden, dass sie ihrerseits den Charakter von Räumen prägen. Immer braucht es eine belastbare Idee, wie verschiedene Materialien präzise aneinandergefügt werden können. Oberflächen und ihre Haptik, aber auch Licht kommt besondere Bedeutung zu.
In diesem Prozess entfalten sich raumartige Möbel, die oftmals veränderlich sind und sich wechselnden Anforderungen anpassen.
Weiterlesen Lichtraum eins
Betriebsstätten
Tradition und Innovation treffen einander in einem Baudenkmal vor allem dann, wenn es sich um Produktionsstätten handelt. Es gilt mannigfaltige Interessen abzuwägen. Sich stätig verändernde Produktions- und Betriebserfordernisse spielen genauso eine Rolle wie Sicherheitsfragen.
Strukturierte Planungskonzepte erzeugen flexible Lösungen im Einklang mit dem Bestand. Historische Manufakturen und Fabriken repräsentieren Qualität per se.
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Burgen und Schlösser
Ein Wasserschloss hat kein Wasser mehr, eine Burg, hat ihren Pallas verloren – hier gilt es die Baugeschichte weiterzuschreiben und einen Ausgleich zwischen der überkommenen historischen Erscheinung und momentanen Anforderungen zu finden. Historische Anlagen benötigen Zukunftsperspektiven.
Bauchirurgische Schnitte eröffnen neue Möglichkeiten in wertvoller Bausubstanz. Behutsam lässt sich auch der Nutzwert in einem Baudenkmal steigern und es noch wertvoller machen.
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Verkehrsbauwerke
Historische Bahnhöfe und Stationsgebäude sind besonderem Stress ausgesetzt. Die Heranführung an technische Betriebserfordernisse, das Herstellen von Benützungssicherheit und andere Ziele wie bauliche Barrierefreiheit in der Erschließung erfordern stets Eingriffe in den Bestand.
Neu geschaffene Elemente sind stets Ausdruck unserer Zeit. Sie bewähren sich nur dann dauerhaft, wenn sie in den historischen Kontext so einpasst sind, dass sie zu einem harmonischen Ganzen verschmelzen.
Weiterlesen Otto Wagner - Station Gersthof
Wohngebäude
Zinshäuser spielen in der Stadterneuerung eine große Rolle. Sie waren bereits in der Vergangenheit oftmals multifunktional konzipiert und meist einfach strukturiert. Der Sanierung und Revitalisierung kommt das heute zugute. Das Heranführen an moderne Anforderungen wird erleichtert.
Charakteristisches soll bewahrt werden. Bauteile, die neu und zusätzlich geschaffen werden, sollen sich an den Bestand anschmiegen, dass sie im Lauf der Zeit als Teil des gewachsenen Zustandes verstanden werden.
Weiterlesen Kaihaus – Palais Brambilla
Villen
Historisch gewachsene Wohnquartiere wirken oftmals wie gebaute Landschaften. Innerhalb dieses Bestandsgefüges gibt es aber auch oftmals Platz für Neues. Ausgefüllt werden sollte er durch Baukörper, die sich dieses Gefüge einbetten.
Der Baukörper selbst kann wiederum Räume und Funktionen ineinandergreifen lassen und so selbst zu gebauter Landschaft im Kleinen werden.
Weiterlesen Villa 13c20
„Wir leben im moment … und bauen auf unser kulturelles Erbe. Dieses Erbe gilt es zu schützen, zu pflegen und für die Zukunft zu bewahren. Eingriffe, Veränderungen, Weiterbauen – passieren im Moment. Planen und Bauen im historischen Bestand, Denkmalpflege, Kulturgüterschutz und der Umgang mit UNESCO-Welterbestätten sind meine Passion.“
Markus P. Swittalek