
Markus P. Swittalk
Das Gründerzeithaus.
Bewahren. Restaurieren. Bewirtschaften. (Swittalek, 2022)
Kein anderes Zeitalter hat Wien so nachhaltig verändert wie die Gründerzeit. Nicht umsonst spricht man von einem Goldenen Zeitalter. Die Ringstraße wurde mit öffentlichen Gebäuden und Kulturbauten bebaut, aber auch Palais und Zinspalästen wurden hier errichtet. Die alten Vorstädte wurden überbaut und aus den Vororten wurden neue Stadtteile.
Die industrielle Revolution, die Aufhebung der Grundherrschaften und der Bau eines Eisenbahnnetztes waren die Voraussetzung für dieses gewaltige Stadtwachstum. Getragen wurden diese Veränderungen von herausragenden Persönlichkeiten, manche von Ihnen sind heute vergessen. Vergessen ist auch, wie damals Baustellen funktioniert haben und welcher Einsatz menschlicher Arbeitskraft nötig war. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung vertiefte sich auch das soziale Elend. Jene Menschen, die mit ihrer Arbeitskraft diese Werte schufen, lebten in prekären Verhältnissen ohne Komfort in sogenannten Bassenahäusern.
Das Gründerzeithaus beschreibt die Entwicklung dieser Epoche in Form, Funktion und Konstruktion vom Revolutionsjahr 1848 bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Dieses Buch gibt Einblick in die technische Beschaffenheit und die bauklimatische Qualität dieser wertvollen Historischen Gebäude. Es zeigt aber auch das wirtschaftliche Potential auf, das in dieser beständigen Bausubstanz ruht. Im Zeitalter von Klimakrise und Energiewende wird dieses Buch zu einem unverzichtbaren Werk für alle an Gründerzeithäusern Interessierten – ein nachhaltiges Werk über einen nachhaltigen Gebäudetyp.
Der Wiener Wald – Zur Kulturgeschichte des Grüngürtels vor den Toren Wiens
Im Westen von Wien erstreckt sich das rund 135.000 Hektar große Wienerwaldgebiet. Die "grüne Lunge" Wiens, das sind ausgedehnte Buchen- und Eichenwälder, durchbrochen von Wiesen, Äckern und Weingärten. Dieses Erscheinungsbild wurde durch die Nutzung des Waldes geformt. Schon seit der Steinzeit lassen sich menschliche Spuren in diesem Gebiet finden. Der Name "Wienner Waldt" wird im Mittelalter zur Zeit der Babenberger erstmals erwähnt. Vom Siedlungsgebiet, über Nutzwald bis hin zum Waldidyll hat der Wienerwald eine historisch vielschichtige Wandlung durchlaufen. Doch wie wurde der Wald seit der ersten Besiedelung durch Kelten und Römer genutzt? Welche Veränderungen hat der menschliche Einfluss auf das ausgedehnte Biotop bewirkt? Diesen Fragen widmet sich der Architekturhistoriker Markus Swittalek bei einem Spaziergang durch die Kulturgeschichte des Wienerwalds von der Antike bis in die Moderne.
Der Wienerwald :: Der Römerwald
Der Wienerwald :: Der Burgenwald
Der Wienerwald :: Der Waldbauernwald
Der Wienerwald :: Der Sommerfrischenwald
Der Wienerwald :: Der Speckgürtelwald
Mit: Markus Swittalek, Architekt und Architekturhistoriker
Gestaltung: Barbara Matzner-Volfing
Radiosender ORF/Ö1 https://orf.at
Sendedatum: 7. bis 11. März 2022
Senderreihe:

Zeitreise Österreich - Die "Soldatenstadt"

Zeitreise Österreich Renaissance des Denkmalschutzes.

Bauen für eine gesunde Gesellschaft: Architektur und gebaute Umwelt zur Verbesserung von Gesundheit, Heilung und Wohlbefinden während der Regentschaft von Kaiser Joseph II.

Bauen im historischen Bestand historische Architektur erhalten und für die Zukunft rüsten, in: Veränderung und Verfahrenskoordination
Nur ein kleiner, einstelliger Prozentanteil des Baubestandes in Österreich entspricht den aktuellen baurechtlichen Bestimmungen. Kaum ist ein Haus fertiggestellt, ist es in dieser Form gar nicht mehr bewilligungsfähig. Dabei hat ein Haus meist Jahrzehnte langen, wenn nicht Jahrhundert langen Bestand – und davon eine lange Zeit, wo keine baulichen Veränderungen vorgenommen werden. Im Wesentlichen besteht der sogenannte Bestandsschutz, baurechtlich nennt man das den Konsens. Danach kann ein Gebäude in seinem Bewilligungszustand erhalten bleiben. Das Heranführen an aktuelle Bestimmungen und Schutzziele kann aber bei vergleichsweise geringen Anlassfällen notwendig werden.

Zeitschrift für Vergaberecht und Bauvertragsrechts
Der baurechtliche Konsens wird auch bei wenig umfangreichen Umbauvorhaben leicht bedroht. Dann finden aktuell geltende Rechtsvorschriften Anwendung. Diese sind in der Regel aber für Neubauvorhaben konzipiert und würdigen wenig die besonderen Qualitäten historischer Gebäude. Brandschutz und Benützungssicherheit sind zentrale Themen. Die Erreichung des Schutzzieles soll im Vordergrund stehen, die Art, wie dieses erreicht wird, muss aber einer Einzelfallbeurteilung obliegen. Im Schadensfall ist entscheidend, ob sich das Gebäude im Zustand des baurechtlochen Konsenses befunden hat – auch dann, wenn dieser Konsens bereits vor langer Zeit erwachsen ist und nicht den aktuellen baurechtlochen Bestimmungen entspricht.

Faszination Josephinum - Josephinischer Klassizismus - Architektur und Städtebau im Sinne der Aufklärung und die Entstehung des medizinischen Distrikts mit dem Josephinum in Wien
Bis in die 1780er Jahre war Wien geprägt vom österreichischen Barock, von der Architektursprache eines Lukas von Hildebrand oder auch eines Johann Bernhard Fischer von Erlach mit ihren geschwungenen Formen, später überhöht durch das Rokoko. Dem wurden mit dem Klassizismus auch Gedanken und Ziele der Aufklärung entgegengesetzt. Die Öffnung, Erweiterung und Durchgrünung der Stadt waren Ziele, die von Kaiser Joseph II. selbst definiert und auch in Angriff genommen wurden. Er wollte eine gesündere Stadt. Zu den Maßnahmen zur Verbesserung der Luftgüte bzw. der Hygiene zählten auch die Auflösungen von innerstädtischen Friedhöfen und deren Verlegung an den Stadtrand, Vorschriften zum täglichen Abspritzen der Straßen zwecks Staubbindung und die Pflanzungen von Alleen entlang von Straßenzügen. Bestandteil dieser Überlegungen war auch die Errichtung medizinischer Einrichtungen. Innerhalb einer Gesamtbauzeit von vier Jahren wurde in Wien ein gewaltiger medizinischer Komplex zwischen Alserstraße und Währingerstraße realisiert: Ein Zivilspital mit 2.000 Betten, mit einer Klinik für die praktische Ausbildung von Ärzten, ein Spezialbau zur Unterbringung von 250 Geisteskranken, ein Militärspital mit 1.200 Betten, eine medizinisch-chirurgische Akademie für 200 Studenten, ein Internatsgebäude für die Zöglinge und ein Heilkräutergarten: Dieser medizinische Komplex war und ist einmalig in Europa. Und Teil dieses Gesamtkonzepts war das Josephinum.

Das Josephinum - Aufklärung. Klassizismus. Zentrum der Medizin

Kasernen in Österreich
Baudenkmale und Zeugnisse unserer Vergangenheit

Das Gründerzeithaus - In seiner Architektur erhalten. Für die Zukunft rüsten.

Das Josephinum - Ein Palast für Äskulap

ofi - Wiener Sanierungstage 2018 - Das Baurecht im historischen Bestand - Historische Architektur erhalten und für die Zukunft rüsten

Kasernen in Österreich - Baudenkmale und Zeugnisse unserer Vergangenheit

Das Josephinum – eine Militärakademie



OiB aktuell - Das Fachmagazin für Baurecht und Technik 1.2022

Das Erbe als Basis der Baukultur (ICOMOS 2022)